Fliegengitter reinigen: so wird das Gewebe wieder sauber

Ein Fliegengitter reinigen Sie am besten mit lauwarmem Wasser, einem Spritzer Spülmittel und einem weichen Schwamm. Vorher den losen Staub abbürsten, hinterher trocknen lassen, fertig. Das dauert pro Fenster keine fünf Minuten. Fliegengitter gibt es als Spannrahmen, als Rollo, als Plissee und als Lichtschachtabdeckung, dazu aus verschiedenen Materialien, und jedes davon will anders behandelt werden. Dieser Artikel zeigt Ihnen, wie es bei jedem System im Haus geht, welche Hausmittel helfen und was dem Gewebe schadet.

Der beste Zeitpunkt ist das Frühjahr, bevor die Saison losgeht, und noch einmal im Herbst, bevor die Gitter eingelagert werden. Wer beim Frühlingsputz mitmacht, hat weniger Aufwand: eingetrockneter Blütenstaub löst sich schwerer als frischer.

Wie oft sollte man ein Fliegengitter reinigen?

Mindestens zweimal jährlich gereinigt, das ist die Regel, die für die meisten Haushalte passt. An einer viel befahrenen Straße, in der Nähe von Feldern oder mit blühenden Bäumen vor dem Fenster darf es öfter sein. Im Frühjahr sind es vor allem Pollen, in den Sommermonaten kommen Insektenreste und Spinnweben dazu. Wenn das Gewebe von innen grau statt durchsichtig wirkt, sitzt Staub darin, und der kostet Licht und Sicht.

Wie schnell das passiert, hängt am Gewebe. Fiberglas ist der bewährte Standard, eine Masche misst dort 1,41 x 1,58 mm. Die Gaze Transpatec ist feiner gewebt: Über 80 Prozent der Fläche sind offen, die Maschen sind trotzdem kleiner als beim Standardnetz, und der Luftdurchlass liegt rund 140 Prozent darüber. Ein zugesetztes Gewebe verliert genau diese Luftdurchlässigkeit, und das merken Sie im Zimmer, bevor Sie es am Gitter sehen. Transpatec hält mit einer Anti-Schmutz-Beschichtung dagegen, ganz ohne Reinigung kommt aber auch die nicht aus.

Bei Sondergeweben lohnt der Blick öfter. Polltec hält je nach Windgeschwindigkeit und Pollengröße bis zu 99 Prozent der Pollen zurück, die feinere Variante Polltec TFP bis zu 90 Prozent bei mehr Licht und Luft. Einen guten Teil davon wäscht schon der Regen wieder ab. Katzengewebe aus Polyester ist siebenfach verstärkt und verträgt beim Putzen entsprechend viel.

Welches System wie reinigen: die Übersicht

Bevor es ins Detail geht, der schnelle Überblick. Jede Zeile bekommt unten ihren eigenen Abschnitt.

System Ausbauen Womit reinigen Worauf achten
Spannrahmen ja, in Sekunden ausgehängt Schlauch, weicher Schwamm, Spülmittel im Schatten trocknen, erst dann einhängen
Dreh- und Pendelfenster nein Staubsauger, gut ausgedrücktes Tuch Fenster vorher schließen
Insektenschutzrollo nein Tuch, Fugendüse für die Bürstenführungen unten lassen, bis alles trocken ist
Plissee nein weicher Pinsel entlang der Falten untere Führungsschiene aussaugen
Lichtschachtabdeckung einmal im Jahr Bürste und klares Wasser Robustec verträgt eine Bürste

Fliegengitter reinigen ohne Ausbau

Fest eingebautes Fliegengitter wird mit einem Mikrofasertuch im eingehängten Zustand gereinigt

Viele Gitter lassen sich putzen, ohne sie auszuhängen. Das geht Schritt für Schritt so:

  1. Staub absaugen. Staubsauger auf die niedrigste Stufe, Bürstenaufsatz aufstecken und das Gewebe von innen langsam absaugen. Ohne Aufsatz saugt sich das Gewebe an und beult aus.
  2. Feucht nachwischen. Ein Mikrofasertuch in lauwarmes Wasser mit einem Tropfen Spülmittel tauchen, gut ausdrücken, beide Seiten abwischen. Von hinten gegenhalten, damit kein Druck auf den Rahmen kommt.
  3. Klar nachwischen. Ein zweites, nur mit Wasser befeuchtetes Tuch nimmt die Seifenreste auf. Bleiben sie drin, zieht das Gewebe schneller wieder Staub an.
  4. Trocknen lassen. Bei offenem Fenster dauert das eine halbe Stunde, danach ist die Durchsicht wieder da.

Diese Variante ist die richtige für alle, die in einer Wohnung im Obergeschoss keinen bequemen Zugang von außen haben. Sauberer wird es trotzdem, wenn der Rahmen raus darf.

Fest eingebaute Fliegengitter reinigen

Fest eingebaute Gitter sitzen dauerhaft im Fensterrahmen, oft verschraubt oder in einer Führungsschiene, also bleibt die Reinigung vor Ort.

Seien Sie dabei sparsam mit Wasser. Was durch das Gewebe läuft, landet im Beschlag oder auf der Fensterbank. Vergessen Sie die Ecken und die Schienen nicht, dort sammelt sich der Schmutz, der das Schließen schwergängig macht. Eine alte Zahnbürste kommt in die Ecken, die Fugendüse in die Schiene.

Bei Dreh- und Pendelfenstern bewegt sich der Insektenschutz mit dem Fenster mit, also erst das Fenster schließen. An der Tür läuft es genauso, nur mit einem Blick mehr auf die Bürstendichtung unten. Sie sitzt im Multifunktionskanal und hält auch über unebenen Böden dicht, solange sie sauber ist.

Insektenschutzrollo reinigen

Ein Rollo verschwindet nach oben in seine Kassette und läuft in zwei seitlichen Führungen. Ausbauen müssen Sie dafür nichts.

Ziehen Sie es ganz herunter und lassen Sie es unten, bis alles trocken ist, sonst wickeln Sie den Dreck mit ein. Absaugen, mit einem gut ausgedrückten Tuch von beiden Seiten abwischen, trocknen lassen, dann erst hochfahren. In den Führungen sitzen Bürsten, die das Gewebe bei Wind in der Schiene halten und dafür Sand sammeln, also saugen Sie sie mit der Fugendüse aus.

Zieht das Rollo nach Jahren langsamer ein, liegt das an der Federkraft. Beim RO4 kommen Sie über die abnehmbare Serviceblende an die Welle und stellen sie im eingebauten Zustand nach. Am Dachfenster erreichen Sie die Oberkante meist nur von innen.

Spannrahmen abnehmen und gründlich reinigen

Insektenschutz Spannrahmen wird zum Reinigen aus dem Fenster gehängt

Ein Spannrahmen hängt in gefederten Winkellaschen und lässt sich in Sekunden abnehmen, meist ohne dass am Fenster gebohrt wurde. Für zwischendurch nennt Neher selbst den einfachsten Weg: absaugen oder mit einem fusselfreien Tuch abwischen. Zweimal im Jahr darf es eine gründliche Säuberung sein.

  • Rahmen aushängen und flach auf ein Handtuch legen, nicht hochkant an die Wand. Das gespannte Gewebe mag keinen punktuellen Druck.
  • Abbrausen mit dem Gartenschlauch bei normalem Leitungsdruck.
  • Beide Seiten einseifen mit weichem Schwamm und lauwarmem Seifenwasser, in Kreisen wischen, nicht schrubben. Eingetrocknete Verschmutzungen vorher kurz einweichen.
  • Klar abspülen und senkrecht abtropfen lassen, im Schatten statt in der prallen Sonne: Das Gewebe hat Kunststoffanteile, und die mögen Hitze auf nassem Material nicht.
  • Erst wieder einhängen, wenn alles trocken ist. Feuchtes Gewebe im geschlossenen Fensterfalz riecht nach zwei Tagen muffig.

Dasselbe Vorgehen passt am Kellerfenster.

Insektenschutz-Plissee reinigen

Insektenschutz Plissee halb ausgezogen, Staub wird mit weichem Pinsel entlang der Falten gelöst

Ein Plissee ist faltbar und bleibt in jeder Stellung stehen. Genau das macht die Reinigung anders: zusammengeschoben kommen Sie nicht in die Falten, ganz ausgezogen liegt das Gewebe unter Spannung.

Ziehen Sie es zur Hälfte aus, dann liegen die Falten locker. Staub bürsten Sie mit einem weichen Pinsel entlang der Falten aus, nicht quer dazu. Für Flecken tupfen Sie mit einem kaum feuchten Tuch, statt zu reiben. Die untere Führungsschiene gehört ausgesaugt, dort sammelt sich der Sand, der die Bedienung hakelig macht.

Lichtschachtabdeckung: Laub statt Staub

Lichtschachtabdeckung mit Laub und Schmutz auf dem Gewebe

Eine Lichtschachtabdeckung hält Blätter, Schmutz und Tiere aus dem Schacht, entsprechend liegt der Dreck obenauf statt im Gewebe. Sie liegt draußen und ist allen Einflüssen ausgesetzt, Regen, Frost und Laub.

Das Material ist hier ein anderes: Robustec ist ein pulverbeschichtetes V2A-Edelstahlgewebe und verträgt eine Bürste, anders als das Kunststoffgewebe am Fenster.

Im Herbst reicht es, die Blätter abzunehmen, bevor sie nass werden und festpappen. Einmal im Jahr darf die Abdeckung heraus, damit der Schacht selbst ausgekehrt werden kann. Wo es schattig und feucht ist, setzen sich Moose und Algen fest, die gehen mit Bürste und klarem Wasser ab. Vogelkot weichen Sie ein paar Minuten ein, statt ihn trocken abzukratzen.

Hausmittel: was hilft, was Sie sich sparen können

Spülmittel ist das beste Mittel für Insektenschutzgewebe. Es löst Fett und Blütenstaub und spült sich rückstandsfrei ab.

Essigwasser, ein Schuss auf einen Liter lauwarmes Wasser, hilft gegen Kalkschleier auf dem Aluminium. Aufs Gewebe gehört es nicht.

Natron steht in jeder Hausmittel-Liste, am Insektenschutz braucht es das nicht. Als Paste wirkt es leicht schmirgelnd.

Eine alte Nylonstrumpfhose ist der Tipp, der wirklich etwas bringt. Über die Hand gezogen nimmt sie trockenen Staub und Spinnweben aus den Maschen, ganz ohne Wasser.

Weichspüler hinterlässt einen Film, und der zieht neuen Staub an. Glasreiniger und Scheuermilch greifen Kunststoffteile an und schmirgeln die Beschichtung vom Gewebe.

Was dem Gewebe schadet

Fliegengitter Gewebe wird mit weichem Schwamm und Seifenwasser gereinigt

Ein Insektenschutzgewebe hält Jahre, wenn Sie ein paar Reinigungsmethoden unterlassen.

Hochdruckreiniger. Der Strahl drückt das Gewebe aus der Verankerung im Rahmen. Danach sitzt es lose, wellt sich und lässt an den Rändern Lücken, der Schutz ist dahin.

Dampfreiniger. Heißer Dampf macht Kunststoffanteile weich. Das Gewebe verzieht sich und bekommt Beulen, die nicht wieder herausgehen.

Fliegengitter waschen in der Maschine. Das endet mit Knicken und ausgefransten Rändern. Auch die Badewanne mit heißem Wasser ist zu viel, lauwarm genügt.

Scharfe Reinigungsmittel. Die Oberfläche von Transpatec entsteht in vier Stufen auf Wasserbasis, ohne Lösungsmittel, Weichmacher und PVC. Chlorreiniger und Backofenspray greifen genau diese Schicht an, das Gewebe wird spröde und gibt später nach.

Mit der Bürste schrubben. Beim Fiberglasgewebe misst eine Masche 1,41 x 1,58 mm, harte Borsten weiten das Netz genau dort auf. Von außen sieht man es kaum, aber dort kommen später kleine Insekten durch.

Nach der Reinigung: kurz prüfen

Wenn das Gitter ohnehin in der Hand liegt, lohnt ein Blick auf drei Stellen.

  • Die Gummidichtung im Rahmen, die das Gewebe hält. Sitzt sie überall in der Nut?
  • Die Ecken. Sind die Eckverbinder fest, oder hat sich ein Winkel gelöst?
  • Die Bürstendichtung an der Außenkante. Ist sie noch dicht oder schon platt gedrückt?
  • Das Gewebe selbst. Kleine Risse und Löcher finden Sie am schnellsten, wenn Sie den Rahmen gegen das Licht halten.

Mehr Pflege als zwei Reinigungen im Jahr und diesen Blick braucht ein Insektenschutz nicht. Was die Lebensdauer eines Insektenschutzes kostet, sind nicht die Jahre, sondern Hochdruck, Hitze und harte Bürsten. Eine lose Dichtung lässt sich nachdrücken, ein gerissenes Gewebe nicht flicken.

Sauber, aber undicht? Dann lohnt der Blick eines Fachbetriebs

Wenn das Gewebe wellig bleibt, die Dichtung nicht mehr sitzt oder der Rahmen klemmt, hat das Gitter seine Zeit hinter sich. Wir messen kostenlos bei Ihnen vor Ort und fertigen nach Maß, in der Farbe Ihrer Fenster und mit Neher-Systemen. Rufen Sie uns an, schreiben Sie bei WhatsApp oder nutzen Sie das Kontaktformular.

Häufige Fragen zum Reinigen von Fliegengittern

Wie reinigt man ein Fliegengitter am besten?

Losen Staub absaugen, mit lauwarmem Wasser und etwas Spülmittel abwischen, klar nachwischen, trocknen lassen. Kein Scheuermittel, kein Hochdruck.

Kann ich ein Fliegengitter reinigen, ohne es auszubauen?

Ja. Absaugen, mit einem gut ausgedrückten Mikrofasertuch beide Seiten abwischen, von hinten gegenhalten. Mit ausgebautem Rahmen wird es gründlicher, nötig ist es nicht.

Darf ein Fliegengitter in die Waschmaschine?

Nein, das Gewebe knickt und franst aus. Lauwarmes Wasser mit Spülmittel ist schonender und genauso wirksam.

Womit reinigt man ein Insektenschutz-Plissee?

Halb ausgezogen, mit weichem Pinsel entlang der Falten, für Flecken ein kaum feuchtes Tuch. Die untere Führungsschiene aussaugen.

Wie oft muss ein Fliegengitter gereinigt werden?

Zweimal im Jahr, im Frühjahr vor der Saison und im Herbst vor dem Einlagern. An befahrenen Straßen oder neben Feldern öfter.

Hilft Essig gegen Schmutz am Fliegengitter?

Gegen Kalkflecken am Aluminiumrahmen ja, verdünnt. Fürs Gewebe reicht Spülmittel.

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